Baubeginn für „Lipsia-Turm“

Es kann losgehen: im Juni 2018 werden die Bauarbeiten für den ersten Hochhausneubau in Leipzig-Grünau nach der Wende beginnen.

Baubeginn für “Lipsia-Turm“ setzt Zeichen für Leipzigs Wachstum

Hochhaus als Lösung für Wohnraummangel +++ Leipzig gewinnt 60 barrierefreie Wohnungen +++ Wohnungsgenossenschaft “Lipsia“ eG investiert 12,2 Mio. Euro in neuen 13-Geschosser in Grünau

“Die prägnante Form des Wohnturms ist kein Selbstzweck“, sagt Architekt Gregor Fuchshuber zum Konzept seines Büros. “Es geht darum, je eine kleine Gruppe von effizient geschnittenen Wohnungen mit einem attraktiven Gemeinschaftsraum zu einer kleinen ‚Nachbarschaft‘ zu gruppieren. Für diese Aufgabe bildet die vertikale Stapelung die logische Lösung. Mit der Grundstücksfläche wird dabei so sparsam umgegangen, dass Platz für einen großzügigen Garten bleibt.“

Mit diesem Ansatz zeigt die Wohnungsgenossenschaft “Lipsia“ eG, wie in einer rasant wachsenden Stadt mit steter Wohnraumnachfrage viele Wohnungen mit geringem Flächenverbrauch errichtet werden können. Hochhäuser kosten im Bau zwar mehr, als die Errichtung niedrigerer Bauten. Aber sie sind dennoch für Mieter bezahlbar, so das Fazit der Lipsia. “Wir haben die Baukosten den einer Genossenschaft angemessenen Mieteinnahmen entgegengesetzt und kommen zu einem wirtschaftlichen Ergebnis. Wir sind als Genossenschaft unseren Mitgliedern verpflichtet und rechnen immer nur mit vertretbaren und bezahlbaren Miethöhen“, erklärt Dr. Kristina Fleischer, Vorstandsvorsitzende der Lipsia. Leipzigs Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau, Dorothee Dubrau, betont: “Auch städtebaulich werden durch das Vorhaben der Lipsia Akzente gesetzt: man zeigt, dass hier nicht nur Einfamilienhäuser als Neubau eine Zukunft haben. Ich bin überzeugt, dass im Zuge der wachsenden Stadt der Wohnungsneubau generell auch in Grünau wieder an Bedeutung gewinnen wird – verfügbare Flächen, gute Erreichbarkeiten und eine gute soziale Infrastruktur sprechen dafür.“

Bildquelle: W&R Immocom

Am 17.05.2018 vollzogen Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau, der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft “Lipsia“ eG, Dr. Axel Viehweger vom Verband der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften e.V., Gregor Fuchshuber von Fuchshuber Architekten und die Baupartner gemeinsam den Spatenstich für den “Lipsia-Turm.“  Dorothee Dubrau, sieht darin einen positiven Schub für den Stadtteil: “Ein durch eine Wohnungsgenossenschaft errichtetes Vorhaben in dieser Größenordnung zeigt, dass Grünau ein lebendiger Stadtteil mit einer sich weiter differenzierenden Wohnungsnachfrage ist.“

Die Einwohnerzahl Grünaus wuchs in nur fünf Jahren um 20% von 40.000 auf 50.000. Der Stadtteil besteht überwiegend aus seriellen Bauten der 70er und 80er Jahre. Eine gute Infrastruktur, das nahe Erholungsgebiet Kulkwitzer See und die fast vollständige Sanierung und Modernisierung der Wohnungsbestände der Lipsia erweisen sich inzwischen als ideale Bedingungen für gutes Wohnen. “Der ‚Lipsia-Turm‘ wird sein Umfeld nachhaltig aufwerten, allein schon optisch. Auch die ansässigen Geschäfte und Dienstleister werden die neuen Mieter spüren und mehr nachgefragt werden“, sagt Marco Rosenberger, Vorstand der WG “Lipsia“ eG.

Bildquelle: Fuchshuber Architekten

Ein Hochhaus zu bauen ist auch für die Lipsia nicht alltäglich.  “Der Neubau für 12,2 Millionen Euro stellt das gesamte Lipsia-Team vor eine große Herausforderung, die wir neben dem Alltagsgeschäft bewerkstelligen“, so Dr. Kristina Fleischer. “Wir brauchen die engagierte Mithilfe alle Beteiligten“.  Entstehen werden 60 wertbeständige Wohnungen von 30 bis 103 Quadratmeter. Das dazu gehörende Service-Konzept ist ganzheitlich: Dienstleistungen rund um Haushalt und Gesundheit erleichtern das Leben, Kulturangebote im Haus und Gemeinschaftsräume auf jeder Etage bieten Gelegenheit für Begegnung und Austausch. In erster Linie baut die Wohnungsgenossenschaft hier für ältere Mieter, denn diese haben einen hohen Bedarf an seniorengerechtem Wohnen mit Service signalisiert. “Dies bringt eine ureigenste wohnungsgenossenschaftliche Aufgabe zum Ausdruck: Die Versorgung ihrer Mitglieder mit geeignetem Wohnraum im Rahmen ihres satzungsmäßigen Förderauftrags“, betont Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) zum Spatenstich.