Informationen zur Abgeltungssteuer

Informationen zur Abgeltungssteuer im Zusammenhang mit der Kirchensteuer

Informationen zur Abgeltungssteuer im Zusammenhang mit der Kirchensteuer

Seit 01.Januar 2009 ist die Abgeltungssteuer in Kraft getreten.

Die damit verbundenen Neuerungen bei der Besteuerung von Kapitalerträgen wirken sich auch auf die Kirchensteuer aus.
Ist der Steuerpflichtige Mitglied einer Kirchgemeinschaft, so müssen bei anfallender Abgeltungssteuer neben dem Solidaritätszuschlag auch Kirchensteuern auf die Kapitalerträge abgeführt werden.
Ab 01.01.2015 sind alle Banken und auch die Spareinrichtung verpflichtet, auf anfallende Abgeltungssteuer auch Kirchensteuer zu berechnen und direkt an das zuständige Finanzamt abzuführen.
Allerdings wurde dem Steuerpflichtigen für die Zahlung der Kirchensteuer ein Wahlrecht eingeräumt. Er kann entscheiden, ob er die fällige Kirchensteuer direkt durch die Bank abführen lässt oder ob er sie in seiner perönlichen Steuererklärung geltend macht.

Die Sparer der Genossenschaft werden einmalig über diese Verpflichtung informiert und erhalten zu diesem Zweck ein Informationsblatt zum Kirchensteuerabzugsverfahren.
Derjenige, der eventuell anfallende Kirchensteuer in seiner persönlichen Steuererklärung geltend machen will, muss bis zum 30.06. des Jahres beim Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk hinterlegen.
Bei allen anderen wird die Spareinrichtung gemeinsam mit der Abgeltungssteuer auch die Kirchensteuer an das das Finanzamt abführen. Die Informationen über die Zugehörigkeit zu einer Kirchgemeinschaft erhält die Spareinrichtung vom Bundeszentralamt für Steuern.

An dieser Stelle weisen wir nochmals darauf hin, dass nur derjenige kirchensteuerpflichtig ist, der auch Mitglied einer Kirchgemeinschaft ist und Kirchensteuer nur dann anfällt, wenn auf die Kapitalerträge Abgeltungssteuer berechnet wurde.

Wenn auf Konten, die bei der Spareinrichtung der WG “Lipsia“ eG geführt werden, Steuern anfallen, leiten wir diese automatisch ans Finanzamt weiter. Deshalb raten wir dazu, auch die Kirchensteuer gemeinsam mit der Abgeltungssteuer und dem Solidaritätszuschlag durch uns abführen zu lassen. Damit würde dann die Verpflichtung entfallen, die Kirchensteuer separat in der Einkommenssteuererklärung anzugeben.

Liegt bei der Spareinrichtung ein Freistellungsauftrag für Zinserträge vor, werden selbstverständlich für Zinsen, die innerhalb des freigestellten Betrages liegen, keine Steuern abgeführt.
Drucken Sie bitte einen „Freistellungsauftrag“ für Zinserträge aus und reichen diesen komplett ausgefüllt und unterschrieben bei der Spareinrichtung ein. Ab dem Tag des Eingangs bei uns stellen wir Ihre Zinserträge bis zu der von Ihnen angegebenen Höhe steuerfrei.
Die Steuerfreiheit gilt natürlich auch bei eingereichten Nichtveranlagungsbescheinigungen.
Für Fragen zu diesen Themen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Spareinrichtung gerne zur Verfügung.

Selbstverständlich können Sie auch den “Freistellungsauftrag“ im Rahmen eines Beratungsgespräches in den Räumen der Spareinrichtung ausfüllen.